Indien bietet der deutschen Autoindustrie viele Chancen

Indien wird für die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer als Produktionsstandort und Markt immer wichtiger. Dies betonte Achim Rauber Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), heute auf der Auto Expo 2008 in Neu Dehli.

08.01.08 15:06
Kategorie: Markt und Branche

Von: (ar/jri)

So hätten sich die Pkw-Exporte deutscher Pkw-Marken nach Indien im Jahr 2007 verdoppelt. Auch die Zulieferer haben nach Angaben des VDA in den ersten neun Monaten 2007 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres ihren Umsatz mit mehr als 154 Millionen Euro um mehr als die Hälfte gesteigert.

 

Rauber unterstrich, dass die Investitionen der deutschen Automobilindustrie in Indien in den vergangenen Jahren stark angestiegen seien. So sei die Zahl der Fertigungsbetriebe deutscher Unternehmen in den letzten zehn Jahren von 34 auf über 60 gestiegen. Allein zehn große deutsche Zulieferer beschäftigen in Indien über 25 000 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen von 1,2 Milliarden Euro, erklärte Rauber.



Hinzu kommen Kooperationen von MAN mit Force Motors, den Start von BMW in Chennai, die Entscheidung von Volkswagen und Audi für den Beginn der Produktion in Indien sowie die Ankündigung von Daimler, in das indische Nutzfahrzeug- und Busgeschäft einzusteigen. „Diese Investitionen bieten zusätzliche Chancen auch für die Zulieferindustrie, sowohl für deutsche als auch für indische Unternehmen“, sagte Rauber.



Auch der Handel von Indien nach Deutschland habe deutlich zugenommen. So wurden allein in den ersten drei Quartalen 2007 Pkw aus indischer Produktion im Wert von 25 Millionen Euro nach Deutschland exportiert. Die Zulieferindustrie in Indien habe ihre Ausfuhren nach Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 um über 20 Prozent auf mehr als 140 Millionen Euro gesteigert. (ar/jri)

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