Milliarden-Investitionen und Produktoffensive bei Opel

General Motors Europa investiert bis 2012 insgesamt neun Milliarden Euro in Opel. 6,5 Milliarden Euro fließen in die Entwicklung neuer Automodelle und neuer Antriebssysteme. Dies gab gestern (30. April 2008) GM Europa-Präsident Carl-Peter Forster bei einer Pressekonferenz in Rüsselsheim bekannt.

01.05.08 18:42
Kategorie: Unternehmen

 

In das Werk Rüsselsheim investiert GM Europa 900 Millionen Euro, wo ab Herbst 2008 der Opel Insignia gebaut wird. Das Werk Bochum, dessen Zukunft lange Zeit ungewiss war, erhält Investitionen in Höhe von 650 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes langfristig gesichert und die Produktion der nächsten Astra-Generation vorbereitet werden. 240 Millionen Euro steckt GM in das Werk Eisenach. Das Werk Kaiserslautern wird nicht, wie bisher geplant, verkauft, sondern für 50 Millionen Euro zu einem Zentrum der Komponentenfertigung ausgebaut.



Opel kündigte zudem eine umfassende Produktoffensive mit 17 neuen PKW- und drei Nutzfahrzeugmodellen bis 2012 an. Angefangen mit dem Insignia und dem Astra-Nachfolger ist auch der Bau der nächsten Meriva-Generation mit den gegenläufig öffnenden Türen des Meriva Concept beschlossene Sache. Wie im Insignia mit seinem FlexRide-Fahrwerk, das je nach Fahrsituation die richtige Abstimmung wählt, setzt Opel künftig auf die Einführung technischer Innovationen in allen Fahrzeugsegmenten. So hat Opel als erster Hersteller das mitlenkende Kurvenlicht auch in kleineren Fahrzeugklassen wie bei Corsa und Meriva angeboten.



Mittelfristig peilt Opel wieder 400 000 Neuzulassungen pro Jahr und über zehn Prozent Marktanteil an. Neuwagenkäufer erhalten eine Sechs-Jahres-Garantie ohne Zusatzkosten. Mehr als 100 Millionen Euro wird Opel zusammen mit seinen Händlern in die Modernisierung des Verkaufs- und Servicenetzes investieren.



Im Verbund mit dem GM-Forschungszentrum in Warren in den USA arbeiten Rüsselsheimer Ingenieure zurzeit auch an der Serienreife von Elektrofahrzeugen mit vergrößerter Reichweite, die auf dem E-Flex-System basieren. Im reinen Elektrobetrieb soll das Auto rund 65 Kilometer zurücklegen können. Das genügt, um die Fahrstrecken der Mehrheit der Tagespendler gänzlich im Elektrobetrieb zu absolvieren. Für längere Strecken lädt ein Verbrennungsmotor, der lediglich als Stromerzeuger fungiert, den Elektroantrieb nach, so dass die Reichweite üblicher Mittelklasse-Pkw erreicht werden kann. (ar/jri)

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