Umweltplakette für ausländische Besucher

Auch ausländische Autofahrer dürfen in den Umweltzonen in Deutschland nur mit gültiger Plakette fahren. Der ADAC bemängelt, dass es für Besucher aus dem Ausland schwierig ist, sich diese zu beschaffen. Gerade in der ersten Phase der Verordnung, in der Fahrzeuge mit allen Plakettenfarben einfahrtberechtigt sind, hätte sich der Club eine kulantere Regelung für Touristen gewünscht. Der Anteil der Touristen, die für ihr Fahrzeug nicht wenigstens eine rote Plakette bekommen würden, ist vernachlässigbar gering.

20.10.08 11:58
Kategorie: Markt und Branche

 

So sind die ausländischen Fahrzeughalter gezwungen, sich die Plakette dort zu besorgen, wo dies auch deutsche Verkehrsteilnehmer tun: bei den Zulassungsbehörden, technischen Überwachungsvereinen und bei 30 000 registrierten Werkstätten, die die Abgasuntersuchung durchführen, zu denen auch die ADAC-Prüfstellen zählen. Orts- und sprachunkundige Besucher dürften hier Probleme haben.

Wird ein Urlauber ohne Plakette angetroffen, werden 40 Euro Bußgeld fällig. So kann schon die erste Anfahrt zum Hotel mit einem teuren Willkommensgruß verbunden sein. Lediglich die Städte München und Hannover sehen bis zum 1. Januar 2009 eine generelle Ausnahmeregelung für ausländische Fahrzeuge vor und ahnden diese nicht.

Plakettenprobleme werden vor allem spontan verreisende Kurzurlauber haben, die beispielsweise an Wochenenden oder Feiertagen unterwegs sind. Der ADAC rät Anwohnern der europäischen Nachbarstaaten, die häufig nach Deutschland reisen, sich vorsorglich schon jetzt eine Plakette (sticker) zu besorgen, die für alle Umweltzonen und für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs gültig ist. So können ausländische Gäste nicht unvorbereitet in die „Plakettenfalle“ tappen. (ar/hg)

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